FREDER1K-STUDIE IN SACHSEN

Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter.

Die Ursache ist eine fehlerhafte Reaktion des Immunsystems. Die körpereigene Abwehr greift Insulin-produzierende Zellen in der Bauchspeicheldrüse an und zerstört sie. Das führt zu Störungen im Stoffwechsel und zu mitunter schweren Gesundheitsproblemen. An Typ-1-Diabetes Erkrankte müssen deshalb lebenslang Insulin spritzen, um Schäden zu vermeiden. In rund zehn Prozent der Fälle trifft die Erkrankung Kinder, die bereits einen Verwandten mit Typ-1-Diabetes haben. Alle übrigen, also 90 Prozent, kommen aus Familien ohne einen bereits erkrankten Verwandten. Dies bedeutet: Typ-1-Diabetes kann jeden treffen – auch Ihr Kind.

Typ-1-Diabetes wird häufig erst dann erkannt, wenn es bereits zu schwerwiegenden und zum Teil auch lebensbedrohlichen Problemen gekommen ist. Werden Kinder mit einem Typ-1-Diabetes-Risiko hingegen früh identifiziert, können Komplikationen und möglicherweise der Ausbruch der Erkrankung verhindert werden.

Deshalb können nun alle in Sachsen lebenden Eltern ihr Kind bis zum Alter von vier Monaten kostenlos auf ein Risiko für Typ-1-Diabetes testen lassen. Zudem können Babys, deren Eltern oder Geschwister bereits Typ-1-Diabetes haben, – unabhängig vom Wohnort – deutschlandweit an der Freder1k-Studie teilnehmen.

Die Bestimmung des Typ-1-Diabetes-Risikos wird anhand weniger Blutstropfen durchgeführt. Die Blutentnahme kann ganz einfach in der Geburtsklinik stattfinden. Unser Film aus der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Dresden zeigt den Ablauf der Untersuchung:

Neue Wege in der Vorbeugung von Typ-1-Diabetes

Das frühe Wissen um ein erhöhtes Risiko für Typ-1-Diabetes bietet einen bislang nicht dagewesenen Vorteil für Ihr Kind: Es kann vorbeugend an einer Präventionsstudie teilnehmen, der POInT-Studie. Das Ziel dieser Studie ist, die Krankheit zu verhindern.

>> Nutzen Sie daher die Chance: Lassen Sie Ihr Kind auf ein Risiko für Typ-1-Diabetes testen und vorbeugend behandeln.

Die Freder1k-Studie ist Teil der GPPAD-Initiative und wird von der Technischen Universität Dresden, der Universität Leipzig und dem Helmholtz Zentrum München in Kooperation mit Geburts- und Kinderkliniken in Sachsen durchgeführt. Die Studie startete Ende August 2016.

Möchten Sie noch mehr über das Risiko für Typ-1-Diabetes oder die vorbeugende Behandlung erfahren? Besuchen Sie doch unsere FAQs.

Finden Sie hier weiterführende Informationen:

Zusätzliches Informationsmaterial zur Freder1k-Studie in Sachsen: 

 

FREDER1K-STUDIENTEAM IN SACHSEN

Studienzentrum
DFG Research Center for Regenerative Therapies Dresden (CRTD)
Technische Universität Dresden

Kontakt: Fetscherstraße 105, 01307 Dresden
Tel. 0800 – 724 5148 (kostenfrei), E-Mail: diabetesstudie.crtd@tu-dresden.de


 

 

Studienleitung
Prof. Dr. Ezio Bonifacio
Prof. Dr. Reinhard Berner

Studienkoordination
Dr. Angela Hommel

Studienkoordination Freder1k- Studie
Dr. Petrina Delivani

Studienkoordination POInT- Studie
Susann Ruhwald

Studienassistenz
Manja Gottschalk

Laborkoordination
Dr. Yannick Fuchs

Freder1k Studienzentrum 
Prof. Dr. Pauline Wimberger
Dr. Katharina Nitzsche

POInT Studienzentrum
Prof. Dr. Reinhard Berner
Fabian Lander
Sophie Heinke
Marie-Luise Zielmann
Bianca Schlee
Nicole Zubizarreta

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