WAS IST GPPAD?

Investigator Meeting 2017 in München, (c) Helmholtz Zentrum MünchenDie Globale Plattform zur Prävention des Autoimmunen Diabetes (GPPAD) ist ein Zusammenschluss mehrerer akademischer Forschungseinrichtungen und Kliniken in Europa und wurde im Jahr 2015 initiiert. GPPAD hat sich zum Ziel gesetzt, eine internationale Infrastruktur für Studien zur Vorbeugung der Entstehung von Typ-1-Diabetes zu etablieren.

 

Vision

GPPAD verfolgt das langfristige Ziel, die Entstehung von Typ 1 Diabetes zu verhindern, besonders vor dem Hintergrund der kontinuierlich steigenden Zahl an Neuerkrankungen. Dies erfordert eine internationale Plattform zur Früherkennung eines erhöhten Risikos für Typ-1-Diabetes sowie für klinische Studien zur Vorbeugung der Erkrankung. 
 
Die Umsetzung der Vision von GPPAD erfordert die Beteiligung und das Engagement der breiten Öffentlichkeit. Die Prävention von Typ-1-Diabetes ist ein globales Anliegen und braucht die Unterstützung von Klinikern, Wissenschaftlern und Politikern, als auch von Laien gemeinsam. Der Erfolg von GPPAD wird davon abhängen, inwieweit es gelingt, alle beteiligten Gruppen einzubinden und von der Notwendigkeit zu überzeugen, gemeinsam die Voraussetzungen für die Prävention einer chronischen Erkrankung im Kindesalter zu schaffen, die in den westlichen Industrienationen gegenwärtig etwa vier von 1.000 Kindern betrifft. 
 
 

Hintergrund

Die Studien im Rahmen von GPPAD legen ihren Fokus auf die Prävention der Betazell-Autoimmunität, einer fehlerhaften Reaktion des Immunsystems, die einem Typ-1-Diabetes ursächlich vorausgeht. Die Prävention sollte im Kleinkindalter oder früher beginnen, da Betazell-Autoimmunität häufig bereits im ersten oder zweiten Lebensjahr auftritt. Gut vernetzte, multi-regionale Screening-Programme zur Früherkennung eines erhöhten genetischen Risikos für Typ 1 Diabetes bei Neugeborenen, wie beispielsweise die Freder1k-Studie in mehreren deutschen Bundesländern, bietet dafür eine wichtige Grundlage.
 
Mittels eines genetischen Tests können Neugeborene mit einem 25-fach erhöhten Risiko für Typ-1-Diabetes im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erkannt werden. Familien mit einem Baby, bei dem ein hohes Erkrankungsrisiko vorliegt, werden zu einer Präventionsstudie eingeladen, welche die Erkrankung durch die Behandlung mit oralem Insulin verhindern soll. 
 
 

Förderung

GPPAD wird von dem US-amerikanischen Leona M. und Harry B. Helmsley Charitable Trust gefördert.