A WORLD WITHOUT 1

Eine Welt ohne Typ-1-Diabetes: Vision oder bald Realität?

Noch immer wird Typ-1-Diabetes meist erst erkannt, wenn betroffene Kinder bereits schwerwiegende Symptome zeigen. Weltweite Forschungsbemühungen haben erreicht, dass dies heute nicht mehr so sein muss.

 

Fr1da und Fr1dolin: Typ-1-Diabetes früh erkennen

Mit der Fr1da-Studie in Bayern, die es seit 2015 gibt und der Fr1dolin-Studie in Niedersachsen, die im Jahr 2016 gestartet ist, ist es in diesen zwei Bundesländern erstmals möglich, alle Kinder bis zum sechsten Lebensjahr kostenlos auf das Vorliegen eines frühen Stadiums von Typ-1-Diabetes zu testen. Dadurch können Kinder, die einen Typ-1-Diabetes entwickeln, früh erkannt und rechtzeitig behandelt werden, wodurch gefährliche Stoffwechselentgleisungen vermieden werden.

 

Freder1k: Typ-1-Diabetes Risiko früh erkennen

GPPAD geht noch einen Schritt weiter. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass die fehlerhafte Reaktion des Immunsystems, die zur Entwicklung von Typ-1-Diabetes führt, bei Kindern mit einem erhöhten Risiko oft bereits im Baby- und Kleinkindalter beginnt. Daher wollen die in GPPAD zusammengeschlossenen Wissenschaftler und Ärzte die Entstehung dieser Immunreaktion so früh wie möglich verhindern. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, das Risiko für Typ-1-Diabetes zu bestimmen. Ein neuer Test untersucht bestimmte Gene, die mit Typ-1-Diabetes in Verbindung stehen. In Deutschland können Eltern in Bayern, Niedersachsen und Sachsen ihre Kinder bis zum Alter von vier Monaten im Rahmen der im Herbst 2017 gestarteten Freder1k-Studie kostenlos auf dieses erhöhte Risiko testen lassen. Babys, deren Eltern oder Geschwister bereits Typ-1-Diabetes haben, können unabhängig vom Wohnort deutschlandweit an der Freder1k-Studie teilnehmen. Europaweit gibt es diese Studien unter unterschiedlichen Namen, die als Teil von GPPAD ein erhöhtes genetisches Risiko für Typ-1-Diabetes bei Neugeborenen feststellen.

 

POInT: Vorbeugend handeln

Besteht ein erhöhtes Risiko, laden wir das Kind ein, an der POInT-Studie (Primary Oral Insulin Trial) teilzunehmen. In dieser soll geprüft werden, ob die tägliche Gabe von Insulinpulver mit der Nahrung im Vergleich zu einem Placebo die Erkrankung verhindern kann. Eine Pilot-Studie dazu zeigte bereits vielversprechende Ergebnisse. Nebenwirkungen blieben bislang aus.
Ist die Behandlung mit Insulinpulver wirksam und gelingt es, die Entstehung von Typ-1-Diabetes zu verhindern, wäre ein Meilenstein geschafft. Typ-1-Diabetes könnte von einem bislang unvermeidbaren Schicksal zu einer präventiv behandelbaren Erkrankung werden.

 

Wir möchten langfristig eine Welt ohne Typ-1-Diabetes erschaffen.

Möchten Sie noch mehr über die Untersuchung auf ein Risiko für Typ-1-Diabetes oder die Behandlung mit Insulinpulver erfahren? Besuchen Sie unsere FAQs.

 

Weiterführende Informationen: